Der AEC revanchiert sich erfolgreich beim Meister: 4:3 OT beim ECW

Es ist der sechste Auswärtssieg im siebten Spiel in der Fremde für den AEC: Mit einer starken Vorstellung, gegen die Jadehaie, konnte man sich für die knappe 3:4-Heimniederlage in der Vorwoche revanchieren und Platz 4 knapp sichern. Es werden noch aufregende Wochen folgen, im Kampf um die besten Plätze für die Playoffs.

 

Personell konnte AEC-Coach Troy Stephens fast auf den gleichen Kader, wie bei der Heimniederlage gegen die Jadehaie vor 9 Tagen, bauen. Bei den Hausherren musste sich hingegen Kapitän Piskunovs krank abmelden. Zwar hatte der Stürmer im ersten Spiel gegen den AEC nicht gepunktet, doch führt er die interne Torschützenliste der Haie an. Ein Verlust für den ECW, den man aber auf dem Eis nicht bemerken sollte.

Beide Teams gaben von Beginn ein hohes Tempo vor, attackierten den Gegner früh. Allerdings überraschte der AEC mit dem frühen Anlaufen die Hausherren ein wenig. So entsprang auch die erste Chance der Heidschnucken dem erfolgreichen Nachsetzen. Daniel Herklotz verzog aber knapp (6.). Es entwickelte sich ein munteres Spiel, zu dem beide Teams ihren offensiven Beitrag leisteten. Zwar hatte der ECW ein wenig mehr Spielanteile und nahm den ein oder anderen Schuss mehr, auf das von Adam Beukeboom gehütete AEC-Tor, aber so richtig zwingend waren die Gastgeber noch nicht. Pascal Heitmann hatte bei einem Konter hingegen das 0:1 auf dem Schläger, blieb aber nur zweiter Sieger gegen Haie-Gaolie Cmutovs (13.).
 
Doch ein unnötiger Puckverlust hinter dem eigenen Tor sollte sich sofort rächen. Die Scheibe wanderte direkt in den Slot, wo sich Tretjakovs nicht lange bitten ließ und die Führung für die Hausherren erzielte (14.). Die Jadehaie versuchten nach dem Führungstreffer nachzulegen, aber der AEC blieb cool. Benjamin Kosianski hatte gar den Ausgleich auf der Kelle, aber Cmutovs hielt in höchster Not. Der AEC erarbeitete sich bis zur Pause jetzt mehr Puckbesitz, kam aber nur durch  Herklotz zu einem klaren Abschluss. Auf der anderen Seite scheiterte Balakuns bei einem Konter an Beukeboom.

Im zweiten Durchgang geriet die Gäste zunächst unter Druck, da man erstmals auf der Strafbank einbuchte. Hier konnte zunächst AEC-Stürmer Pascal Heitmann einen Konter setzen, verfehlte aber den gegnerischen Kasten. Artur Galwas scheiterte auf der anderen Seite mit seiner Direktabnahme an Beukeboom, was auch die beste Chance in diesem Powerplay sein sollte.

Nach Ablauf der Strafe setzte die Gelb-Blauen die Hausherren wieder mächtig unter Druck. Der ECW hatte Probleme mit dem aggressiven Forechecking und kam kaum aus dem eigenen Drittel. Leider konnte der AEC diese Phase nicht nutzen und keine klaren Schüsse auf das Gehäuse abgeben. Eine erneute Strafzeit setzte diesem Momentum zunächst ein Ende.

Mit ein wenig Glück und harter Arbeit überstand man auch die zweite Unterzahl und setzte dann wieder den Gegner unter Druck. Nikita Kähm und Lauri Viitanen vergaben aber in aussichtsreicher Position. Auch in der kurz danach anschließenden ersten Überzahl schossen die Heidschnucken Cmutovs weiter warm um dann den Konter zum 0:2 zu kassieren. Maximilian Herz traf in Unterzahl (33.).

Ein Tor das die Jadehaie nun anspornte die Vorentscheidung zu suchen. Doch ein wenig Glück, Chancenwucher des ECW und nicht zuletzt AEC-Goalie Adam Beukeboom, der gegen Tretjakovs einen Penalty hielt, hielten die Gäste im Spiel. Als viele sich dann schon gedanklich auf die nächste Drittelpause einrichteten bestrafte der AEC dann das Auslassen der Torchancen. Yannick Henry stocherte in Minute 39. die Scheibe an Cmutovs vorbei. Der AEC war endlich auf der Anzeigetafel.  

Im letzten Drittel spielten die Heidschnucken auf Sieg und hatten Erfolg. Während der ECW offensiv in den ersten Minuten kaum stattfand, übernahm der AEC sofort die Regie und schoss Cmutovs weiter warm. Doch ausgerechnet zwei schnelle Gegenstöße ließen dann den Gästeanhang jubeln. Pascal Heitmann (44.) und Viktor Andrushchenko (45.) sorgten per Doppelschlag für die überraschende Führung. Herklotz hätte wenig später fast auf 4:2 erhöht.

Die Jadehaie schienen ein wenig geschockt, kamen zunächst nur durch Einzelaktionen ins gegnerische Drittel. Der AEC beschäftigte seinen Kontrahenten weiterhin regelmäßig in der Defensive und spielte die Minuten von der Uhr. Und brachte ihn auch wieder ins Match. Tim Junge nahm seinen Gegenspieler regelwidrig aus dem Spiel, hätte eigentlich auf die Strafbank gemusst. Referee Edler schickte dann aber den verdutzten Pascal Heitmann für 4 Minuten in die Box.

Die Unterzahl spielte der AEC dann ganz stark, denn erst nachdem Tim Junge zu Pascal Heitmann stieß und der ECW mit 5 gegen 3 agieren konnte hatten diese klare Chancen. Doch Beukeboom hielt dicht und die knappe Führung hielt. In Minute 54. hatte Andrushchenko dann Pech: Bei einem Konter landete der Puck statt im Tor auf dem Kasten. Bitter weil der amtierende Meister nur eine Minute später dann doch zuschlug: Jache stocherte die Scheibe an Beukeboom vorbei.

Damit begann die Chrunchtime. Beide Teams waren sich bewusst, dass nun das nächste Tor der Partie wohl auch das letzte sein würde. Die Jadehaie drückten zunächst mehr aufs Gas, kamen aber nicht klar durch. Kosianskis Konter in der 58. Minute kam aus zu spitzem Winkel um Cmutovs zu überraschen. So ging es mit 3:3 in die Verlängerung. Hier neutralisierten sich dann beide Teams zunächst. Doch eine Strafe für den ECW brachte das zweite Powerplay für den AEC. Hier kamen die Heidschnucken schnell in die Aufstellung, aber nicht zu den klaren Schüssen, wie man sie gerne hat. So fiel das Siegtor dann doch etwas kurios. Just in dem Moment als die Gastgeber wieder vollzählig waren wurde Dima Demianiuks Pass hoch abgefälscht und Lauri Viitanen schaltete am schnellsten. Der AEC-Angreifer traf die Scheibe in der Luft und beförderte sie ins Netz hinter Cmutovs. Sieg für den AEC!

Mit den hart erkämpften 2 Punkten sicherte sich der AEC weiterhin den 4. Rang in der Tabelle. Doch der Atem der Verfolger ist mittlerweile im Nacken der Heidschnucken. Salzgitter ist mittlerweile punktgleich, die Weserstars nur einen Zähler dahinter. Allerdings haben auch beide Teams mindestens ein Spiel mehr auf dem Konto. Umso wichtiger ist somit das Spiel am kommenden Freitag, wenn der weiterhin sieglose Tabellenletzte aus Wunstorf zum Gastspiel nach Adendorf reist.